Stand der Technik WLAN
WLAN.1 - Planung und Bestand
WLAN.1.1 Inventar der Systeme
| Inventories |
Statement
Informationen und Assets SOLLTE ein Inventar der IT-Systeme einschließlich Identifikationsbezeichnung und letztem bekannten Verbleib dokumentieren.
Guidance
Das Inventar führt Access Points, zentrale Steuerungen, Authentisierungsdienste, Managementplattformen und fest zugeordnete Funkkomponenten mit eindeutiger Kennung, Standort, Verantwortlichkeit, Softwarestand und Betriebsstatus. Automatisierte Bestandsdaten werden mit freigegebenen Sollbeständen abgeglichen, damit Änderungen, Schwachstellen und außer Betrieb genommene Geräte nachvollziehbar bleiben.
WLAN.1.1.1 Aufdecken unautorisierter IT-Systeme
| Rogue Access Point |
Statement
Informationen und Assets für Netze SOLLTE das Aufdecken unautorisierter IT-Systeme verankern.
Guidance
Aktive und passive Erfassung, Controller-Telemetrie und Funkbeobachtung gleichen den freigegebenen WLAN-Bestand mit den tatsächlich sichtbaren Geräten ab. Unbekannte Access Points, Bridges und Clients werden verifiziert, bis zur Klärung angemessen isoliert und anschließend entweder autorisiert inventarisiert oder als Sicherheitsvorfall behandelt.
WLAN.1.2 Inventar der Netze
| Inventories |
Statement
Architektur SOLLTE ein Inventar der Netze einschließlich interner Segmente, externer Netzanschlüsse und deren Verwendungszweck dokumentieren.
Guidance
Das Netzinventar beschreibt Access Points, Funkzellen, SSIDs, VLANs, Controller, Authentisierungsdienste, Uplinks und Übergänge mit Zweck und Verantwortlichkeit. Änderungen an Standort, Adressierung, Roaming, Segmentzuordnung oder Betriebsstatus werden zeitnah nachgeführt und mit automatisiert ermittelten Daten abgeglichen.
WLAN.1.3 Netzplan
Guidance
Der Netzplan stellt die WLAN-Infrastruktur mit Funkzellen, zentralen Komponenten, logischen Segmenten, Sicherheitsübergängen, Managementpfaden und externen Abhängigkeiten nachvollziehbar dar. Detailtiefe und Zugriffsschutz werden so gewählt, dass Planung, Störungsanalyse und Sicherheitsprüfung möglich sind, ohne unnötige sensible Betriebsinformationen offenzulegen.
WLAN.1.4 Netzabdeckung
Guidance
Eine Funkfeldplanung und wiederholbare Ausleuchtung prüfen Abdeckung, Zellüberlappung, Kanalnutzung, Kapazität und Störeinflüsse in den vorgesehenen Frequenzbändern. Messungen umfassen benötigte Versorgungsbereiche ebenso wie Zonen, in denen Funkversorgung begrenzt sein soll; regulatorische Einsatzbedingungen werden eingehalten.
WLAN.1.5 Dimensionierung der Netzanbindung
Guidance
Kapazität und Qualität werden aus Gerätedichte, Nutzerzahl, Anwendungen, Roaming, Funkumgebung, IoT-Verhalten und Spitzenlasten abgeleitet. Funkplanung und Messung berücksichtigen Airtime, Kanalbelegung, Backhaul, Latenz, Paketverlust und Zellüberlappung; Telemetrie und Lasttests steuern die Nachdimensionierung.
WLAN.2 - Segmentierung und Netzzugang
WLAN.2.1 Netzsegmente
| Lateral Movement, Separation of Concerns |
WLAN.2.2 Einschränkung von Verbindungen zwischen Segmenten
| Lateral Movement, Separation of Concerns |
Statement
Architektur für Netze SOLLTE Verbindungen zwischen Netzsegmenten anhand von {{ Kriterien }} einschränken.
Guidance
Verbindungen zwischen WLAN-Segmenten folgen dokumentierten, standardmäßig restriktiven Regeln. Freigaben berücksichtigen Schutzbedarf, Nutzer- und Geräteidentität, Dienst, Richtung und Betriebszustand; Gast- und IoT-Zugänge erhalten keinen pauschalen Zugriff auf interne oder administrative Netze.
WLAN.2.2.1 Externe Netzanschlüsse
| Internet Exposure, Command & Control |
Guidance
Externe Verbindungen aus WLAN-Segmenten führen über festgelegte Kontrollpunkte zum Internet, zu Partnernetzen, Cloud-Diensten oder Fernzugängen. Unverwaltete Mobilfunkrouter, Client-Hotspots und parallele Funkverbindungen dürfen diese Übergänge nicht unkontrolliert umgehen; zugelassene Pfade werden gefiltert und protokolliert.
WLAN.2.2.2 Gastnetz
| Lateral Movement, Separation of Concerns |
Statement
Architektur für Netze SOLLTE Verbindungen zwischen Gastnetz und internem Netz einschränken.
Guidance
Das Gast-WLAN ist vom internen Netz getrennt und erreicht ausschließlich die für den Gastdienst vorgesehenen Ziele. Interne Namens-, Verwaltungs- und Infrastrukturservices bleiben gesperrt, soweit sie nicht nachweislich benötigt werden; Client-zu-Client-Kommunikation wird entsprechend dem Nutzungskonzept begrenzt.
WLAN.2.2.3 Segmentierung von Servern und Clients
| Lateral Movement, Separation of Concerns |
Guidance
WLAN-Clients werden von Server- und Managementsystemen getrennt. Erforderliche Verbindungen laufen über kontrollierte Übergänge mit beschränkten Quellen, Zielen, Diensten und Richtungen, sodass ein kompromittiertes Endgerät nicht unmittelbar Controller, Verzeichnisdienste oder Administrationsschnittstellen erreicht.
WLAN.2.2.5 OT-Systeme
| Lateral Movement, Separation of Concerns |
Statement
Architektur für Netze SOLLTE Verbindungen zwischen OT-Systemen und anderen IT-Systemen einschränken.
Guidance
OT-, Gebäudeautomations- und eingeschränkt administrierbare IoT-Geräte mit WLAN-Anbindung werden in dedizierten Zonen betrieben. Nur ausdrücklich benötigte Beziehungen zu Steuerungen, Sprungdiensten und Managementsystemen sind freigegeben; fehlende moderne Authentisierungsfunktionen werden durch zusätzliche Übergangskontrollen kompensiert.
WLAN.2.2.6 Demilitarisierte Zone
| Lateral Movement |
Guidance
Extern erreichbare WLAN-Dienste werden über eine demilitarisierte Zone oder eine gleichwertig kontrollierte Übergangsarchitektur angebunden. Öffentliche, interne und administrative Kommunikationsrichtungen sind getrennt gefiltert, damit ein kompromittierter Dienst nicht unmittelbar in Client- oder Managementsegmente weiterleitet.
WLAN.2.2.7 Management-Netz
| Lateral Movement, Separation of Concerns |
Guidance
Administration, Telemetrie und Steuerverkehr von Access Points, Controllern, Switches und Authentisierungsdiensten werden in einem gesonderten Managementnetz geführt. Der Zugang ist auf freigegebene Administrationssysteme und Rollen beschränkt, stark authentisiert und gegenüber Gast-, IoT- und gewöhnlichen Client-Segmenten abgeschottet.
WLAN.2.2.8 Segmentierung von Test und Betrieb
| Lateral Movement, Separation of Concerns |
Statement
Architektur für Netze SOLLTE Verbindungen zwischen Testumgebungen und Betrieb einschränken.
Guidance
Test-, Staging- und Produktivkonfigurationen der WLAN-Infrastruktur bleiben voneinander getrennt. Neue Firmware, Funkparameter, Authentisierungsverfahren und Richtlinien werden unter realistischen Bedingungen geprüft, nachvollziehbar freigegeben und mit einem erprobten Rückfallweg in den Betrieb übernommen.
WLAN.2.2.10 Drucker-Netz
| Lateral Movement, Separation of Concerns |
WLAN.2.2.11 Physische Segmentierung
| Lateral Movement, Separation of Concerns |
Guidance
Physische Segmentierung wird eingesetzt, wenn logische Trennung den Schutzbedarf oder die geforderte Fehlerunabhängigkeit nicht ausreichend erfüllt. Für WLAN betrifft dies insbesondere getrennte Controller-, Switching-, Verkabelungs- oder Administrationspfade; gemeinsame Abhängigkeiten werden dokumentiert und bewertet.
WLAN.2.3 Netzzugangskontrolle
| Network Access Control, Rogue Access Point |
Statement
Architektur für Interne Netzsegmente SOLLTE den Zugriff von IT-Systemen auf das Netzsegment im Einklang mit den zugehörigen Anforderungen des Identitäts- und Berechtigungsmanagements authentifizieren.
Guidance
Der WLAN-Zugang wird vor der regulären Netznutzung anhand belastbarer Nutzer- oder Geräteidentitäten autorisiert. Für verwaltete Unternehmenszugänge werden IEEE 802.1X, gegenseitige zertifikatsbasierte Authentisierung und zentrale Richtlinien bevorzugt; MAC-Adressen allein gelten nicht als ausreichender Identitätsnachweis.
WLAN.2.3.1 Dynamische Netzzugangskontrolle
| Network Access Control, Rogue Access Point |
Statement
Architektur für Interne Netzsegmente SOLLTE den Zugriff von IT-Systemen auf das Netzsegment anhand {{ dynamischer Kriterien }} im Einklang mit den zugehörigen Anforderungen des Identitäts- und Berechtigungsmanagements authentifizieren.
Guidance
Dynamische Netzzugangskontrolle berücksichtigt neben der Identität auch Gerätekategorie, Verwaltungsstatus, Sicherheitszustand, Standort und aktuelles Risiko. Richtlinienzuweisungen werden nachvollziehbar protokolliert, gegen Umgehung getestet und so gestaltet, dass Fehler weder unkontrollierten Zugriff noch großflächige unnötige Sperren verursachen.
WLAN.2.3.2 Quarantäne
| Network Access Control, Rogue Access Point |
Statement
Architektur für Interne Netzsegmente KANN ein Quarantänenetz für nicht authentifizierte IT-Systeme installieren.
Guidance
Nicht konforme, unbekannte oder nur teilweise vertrauenswürdige WLAN-Geräte werden in ein Quarantänesegment mit minimalen Diensten verschoben. Von dort sind ausschließlich definierte Registrierungs-, Prüf- oder Wiederherstellungswege erreichbar; die Rückkehr in das reguläre Netz erfordert eine erneute erfolgreiche Bewertung.
WLAN.2.4 Autorisiertes Routing
Statement
Architektur für Netze SOLLTE Routing-Verbindungen durch {{ eine zuständige Person oder Rolle }} autorisieren.
Guidance
Routing- und Weiterleitungsänderungen zwischen WLAN-Zonen werden vor Aktivierung durch eine zuständige, vom technischen Ändernden angemessen getrennte Rolle freigegeben. Die Genehmigung bezieht sich auf Quelle, Ziel, Dienst, Richtung, Schutzbedarf und Laufzeit und wird mit der tatsächlich ausgerollten Konfiguration abgeglichen.
WLAN.2.5 Authentifizierung von Routingprotokollen
Statement
Architektur für Netze SOLLTE Änderungen an Routing-Tabellen im Einklang mit den zugehörigen Anforderungen des Identitäts- und Berechtigungsmanagements authentifizieren.
Guidance
Routingprotokolle in den an WLAN angebundenen Netzen akzeptieren Nachbarschaften und Aktualisierungen nur aus freigegebenen, authentisierten Quellen. Schlüssel und Vertrauensanker werden geschützt und erneuert; unerwartete Routenänderungen, Nachbarschaften oder Authentisierungsfehler werden protokolliert und alarmiert.
WLAN.3 - Funkbetrieb und Beschaffung
WLAN.3.1 Einschränkung in Sicherheitsbereichen
Guidance
In Sicherheitsbereichen wird die Funkabstrahlung auf den betrieblich notwendigen Raum und die erforderliche Leistung begrenzt. Standort, Antennencharakteristik, Sendeleistung und bauliche Dämpfung werden durch Messungen verifiziert; verbleibende Außenreichweite fließt in Zugangskontrolle und Überwachung ein.
WLAN.3.2 SSIDs
Guidance
SSID-Namen werden institutionell festgelegt, eindeutig zugeordnet und ohne unnötige interne Detailinformationen vergeben. Veraltete, temporäre und für den Betrieb nicht benötigte SSIDs werden entfernt; ähnlich benannte fremde Netze und unerwartete Konfigurationsabweichungen werden überwacht.
WLAN.3.3 Verschlüsselte Netzanbindung
Guidance
Die Funkstrecke verwendet WPA3; institutionelle Zugänge nutzen bei technischer Eignung WPA3-Enterprise mit IEEE 802.1X und EAP-TLS 1.3 sowie geschützten Management-Frames. Ausnahmen für Gast- oder IoT-Geräte werden auf getrennte Zonen begrenzt, risikobasiert dokumentiert und dürfen keine veralteten Verfahren wie WEP oder WPA als Zielzustand etablieren.
WLAN.3.4 Kompatibilität der Netzanbindung
| Lieferketten |
Statement
Beschaffungsmanagement für Einkäufe SOLLTE den Bedarf für die Kompatibilität im Hinblick auf die Netzanbindung dokumentieren.
Guidance
Beschaffungsvorgaben prüfen die Anschlussfähigkeit an Funk-, Zugangs- und Managementarchitektur vor der Auswahl. Bewertet werden insbesondere unterstützte Frequenzbänder, WPA3, IEEE 802.1X mit geeigneten EAP-Verfahren, RADIUS-Anbindung, Segmentierung, sichere Administrationsprotokolle, zentrale Protokollierung, Updatefähigkeit und die Trennung von Unternehmens-, Gast- und IoT-Zugängen.
WLAN.4 - Perimeterschutz und Resilienz
WLAN.4.1 Einschränkung und Inspektion von Verbindungen
Guidance
Übergänge zwischen WLAN-Zonen und zu externen Netzen beschränken Verbindungen auf den dokumentierten Geschäftsbedarf und prüfen sie entsprechend dem Risiko. Regeln werden aus zulässigen Datenflüssen abgeleitet, vor der Freigabe getestet, protokolliert und regelmäßig um nicht mehr benötigte Ausnahmen bereinigt.
WLAN.4.1.3 TCP-basierte Angriffe
Guidance
TCP-basierte Angriffe aus oder gegen WLAN-Segmente werden durch zustandsbehaftete Prüfung, belastbare Zeitgrenzen und ressourcenschonende Behandlung unvollständiger Verbindungen begrenzt. Ausnahmen für spezielle Anwendungen werden eng gefasst und anhand von Telemetrie auf Umgehung oder Überlastung überwacht.
WLAN.4.1.5 Software-definierte Verbindungen
Statement
Architektur für Netze KANN Verbindungen zwischen IT-Systemen anhand dynamischer Kriterien einschränken.
Guidance
Softwaredefinierte Segment- und WLAN-Richtlinien dürfen Verbindungen anhand aktueller Identitäts-, Geräte-, Standort- und Risikosignale dynamisch anpassen. Signale und Entscheidungslogik werden authentisch, versioniert und ausfallsicher bereitgestellt; Änderungen werden vor Freigabe getestet und auf unbeabsichtigte Sperren oder Öffnungen überwacht.
WLAN.4.2 Redundanz im Kernnetz
| Hochverfügbarkeit, Failover |
Guidance
Kritische WLAN-Dienste vermeiden einzelne Ausfallpunkte in Controllern, Authentisierungs- und Verzeichnisdiensten, Switching, Stromversorgung und Uplinks. Redundante Pfade werden standort- und dienstbezogen getrennt, kapazitiv ausreichend dimensioniert und durch kontrollierte Failover-Tests mit definiertem sicheren Restbetrieb verifiziert.
WLAN.4.3 Schutz gegen volumetrische DoS-Angriffe
| Hochverfügbarkeit, DDoS |
Guidance
Schutz gegen volumetrische Angriffe umfasst Internetübergänge, Controller, Authentisierungsdienste und gemeinsam genutzte WLAN-Ressourcen. Ratenbegrenzung, vorgelagerte Abwehr, verteilte Dienste und abgestufte Notfallmaßnahmen werden getestet, damit legitime Unternehmens-, Gast- und IoT-Kommunikation möglichst erhalten bleibt.
WLAN.5 - Überwachung und Detektion
WLAN.5.1 Topologieüberwachung
Statement
Architektur für Netze SOLLTE die Einhaltung der Netzarchitektur {{ kontinuierlich }} überprüfen.
Guidance
Topologie, Erreichbarkeit und Zuordnung der WLAN-Komponenten werden kontinuierlich überwacht. Der Soll-Ist-Abgleich erkennt ausgefallene oder versetzte Access Points, unerwartete Uplinks, geänderte Nachbarschaften und nicht freigegebene Segmentbeziehungen; bestätigte Abweichungen lösen einen geregelten Klärungsprozess aus.
WLAN.5.2 Anomalien in Netzen und am Perimeter
| Command & Control, Lateral Movement, Data Exfiltration |
Guidance
Controller-, RADIUS-, DNS- und Firewallereignisse sowie geeignete Verkehrsmetadaten werden korreliert, um ungewöhnliche Clients, neue Kommunikationsbeziehungen, Scans, Datenabflüsse und auffällige Authentisierungsmuster zu erkennen. Baselines unterscheiden Standorte, SSIDs und Gerätegruppen; Alarme werden priorisiert und mit überprüfbaren Reaktionswegen verbunden.
WLAN.5.2.1 Netzwerk-Honeypots
| Advanced Persistent Threats (APT), Honeypot |
Guidance
Netzwerk-Honeypots können in geeigneten WLAN-nahen Segmenten laterale Bewegung und unberechtigte Zugriffe früh sichtbar machen. Die Honeypots enthalten keine produktiven Daten oder Vertrauensbeziehungen, sind eindeutig von echten Diensten getrennt und werden so betrieben, dass reguläre Scans und Nutzeraktivitäten nicht dauerhaft Fehlalarme erzeugen.
WLAN.5.2.2 Netzverkehrsfluss
| Lateral Movement |
Statement
Detektion für Netze KANN auf kritische Netzverkehrsflüsse anhand von {{ Kriterien }} überwachen.
Guidance
Verkehrsflüsse an WLAN-Übergängen, zwischen Sicherheitszonen und zum Managementnetz werden anhand dokumentierter, risikobezogener Kriterien beobachtet. Quelle, Ziel, Dienst, Datenmenge, Dauer und Richtung reichen häufig aus; Erhebung, Aufbewahrung und Zugriff werden datenschutzgerecht auf die für Detektion und Untersuchung nötigen Punkte begrenzt.
WLAN.5.3 Monitoring der Netzverfügbarkeit
Statement
Detektion für Netze SOLLTE die Verfügbarkeit des Netzes anhand von {{ Schwellwerten }} überwachen.
Guidance
Die Verfügbarkeit wird Ende zu Ende über Funkzellen, Access Points, Controller, Authentisierungs-, DHCP- und DNS-Dienste, Uplinks und externe Übergänge überwacht. Technische Messwerte und synthetische Verbindungsprüfungen werden gegen dienstbezogene Schwellwerte bewertet; Wartungszustände, Alarmierung und Eskalation sind eindeutig geregelt.
WLAN.5.4 Unautorisierte Sendeanlagen
| Rogue Access Point |
Statement
Detektion für Räume KANN diesen nach unautorisierten Sendeanlagen durch {{ Wireless Intrusion Detection System (WIDS) }} überwachen.
Guidance
Ein Wireless Intrusion Detection System überwacht die relevanten Funkbereiche kontinuierlich auf unbekannte Sender, Rogue Access Points, Evil Twins und nicht freigegebene Client-Hotspots. Funk- und kabelseitige Beobachtungen werden mit dem Inventar abgeglichen und unterstützen die Lokalisierung; bestätigte Funde werden logisch oder physisch eingedämmt und in die Vorfallbearbeitung überführt.
WLAN.6 - Betriebsumgebung und Sensibilisierung
WLAN.6.1 Netzkomponenten
Statement
Gebäudemanagement für Netze SOLLTE für die Funktionsfähigkeit des Netzes erforderliche Systeme ausschließlich in Räumen für technische Infrastruktur platzieren.
Guidance
Zentrale WLAN-Komponenten wie Controller, RADIUS-Dienste und zugehörige Switching-Systeme werden in zugangsgeschützten, technisch geeigneten Bereichen betrieben. Dezentral montierte Access Points sind gegen unbefugtes Abstecken, Zurücksetzen, Austausch und Diebstahl geschützt; Uplink, Stromversorgung und Montageort sind dokumentiert.
WLAN.6.2 Systemadministration - Strukturierte Verkabelung
Statement
Sensibilisierung für Administrierende von Netzen SOLLTE zur strukturierten Verkabelung sensibilisieren.
Guidance
Die Sensibilisierung für strukturierte Verkabelung bezieht die Ethernet- und Power-over-Ethernet-Anbindungen der Access Points ein. Administrierende erkennen Ports, Patchfelder, VLAN-Zuordnungen, Kabelführung und Stromversorgung eindeutig und dokumentieren Änderungen so, dass Fehlanschlüsse, unbeabsichtigte Netzbrücken und vermeidbare Ausfälle auffallen.
WLAN.6.3 Öffentliche WLANs
Statement
Sensibilisierung für Nutzende von Endgeräten SOLLTE gegen die Risiken der Nutzung öffentlicher WLANs sensibilisieren.
Guidance
Beschäftigte werden für Evil Twins, manipulierte Anmeldeseiten und Abhörmöglichkeiten in öffentlichen WLANs sensibilisiert. Automatisches Verbinden und lokale Freigaben werden deaktiviert, Netzname und Betreiber geprüft und schutzbedürftige Informationen nur über institutionell freigegebene, zusätzlich abgesicherte Verbindungen übertragen; Zertifikatswarnungen und verdächtige Zugangsdatenabfragen werden gemeldet.
WLAN.6.4 Unverschlüsselte WLANs
Statement
Sensibilisierung für Nutzende von Endgeräten SOLLTE gegen die Risiken der Nutzung unverschlüsselter WLANs sensibilisieren.
Guidance
Beschäftigte erkennen, dass ein offenes oder lediglich durch ein Captive Portal geschütztes WLAN keine verschlüsselte Funkstrecke bereitstellt. Dienstliche Kommunikation erfolgt dort nur mit einer institutionell freigegebenen Ende-zu-Ende-Absicherung; Warnungen, unerwartete Umleitungen und fehlender zusätzlicher Schutz führen zum Abbruch und zur Meldung.
WLAN.6.5 Unautorisierte WLANs
Statement
Sensibilisierung für Nutzende von Endgeräten KANN die Nutzung unautorisierter WLANs untersagen.
Guidance
Nicht freigegebene Access Points, private Client-Hotspots, Funkbrücken und direkte WLAN-Verbindungen können Segmentierung, Protokollierung und Netzzugangskontrolle umgehen. Beschäftigte kennen das Verbot und das Freigabeverfahren; notwendige Ausnahmen werden zeitlich begrenzt dokumentiert, technisch abgesichert und durch Inventar- sowie Funküberwachung kontrolliert.