BSI Anforderungen zum Risikomanagement
RISK - Risikomanagement
1 - Risiko
RISK.1.1 Methodik für das Risikomanagement
RISK.1.2 Einhaltung der BSI-Kriterien
RISK.1.3 Risikoeigentümer
RISK.1.4 Risikoappetit
RISK.1.5 Freigabe des Risikomanagements
RISK.1.6 Kritikalitätskriterien für Geschäftsprozesse
Statement
Risikomanagement MUSS einheitliche Kriterien für die Kritikalität von Geschäftsprozessen bzw. -aktivitäten und Informationen verankern.
Guidance
Kritikalitätskriterien dienen der Bewertung potenzieller Schäden bei einer Beeinträchtigung der Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit. Eine Orientierung an den Geschäfts- und Schutzzielen der Institution unterstützt eine konsistente Einschätzung. Dabei bietet es sich an, klar definierte und nachvollziehbare Stufen (z. B. niedrig, mittel, hoch) für unterschiedliche Schadensszenarien wie zum Beispiel finanzielle Verluste, Reputationsschäden oder rechtliche Konsequenzen festzulegen.
RISK.1.7 Kriterien für die Risikobeurteilung
Guidance
Risikokriterien für die Bewertung von Risiken dienen der Quantifizierung oder Qualifizierung der Risiken, um eine Priorisierung zu ermöglichen. Hierbei werden beispielsweise die Eintrittswahrscheinlichkeit, die Schadensauswirkung sowie potentielle Konsequenzen systematisch an Hand von Kriterien bewertet.
RISK.1.8 Kriterien für die Risikoakzeptanz
Guidance
Risikokriterien für die Akzeptanz legen fest, bis zu welchem Risikoniveau eine Institution bereit ist, ein identifiziertes Risiko ohne weitere Maßnahmen hinzunehmen. Diese Kriterien bilden den Rahmen für konsistente und nachvollziehbare Entscheidungen im Risikomanagement. Die Einstufung erfolgt in der Regel anhand der Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit, wodurch eine Zuordnung zu definierten Risikoklassen ermöglicht wird.
RISK.1.9 Bestätigung des Restrisikos
RISK.1.10 Freigabe der Umsetzungsplanung
Guidance
Auf der Grundlage des Umsetzungsplans ist eine systematische und transparente Umsetzung der Anforderung bzw. Sicherheitsmaßnahmen möglich. Der Umsetzungsplan enthält z. B. die Anforderungsbeschreibung, das Zielobjekt bzw. den Anwendungsbereich, die verantwortliche Stelle, Start und Zieldatum (Fristen), Prioritäten, Status der Umsetzung, ergänzende Aktivitäten (z. B. Schulungen), Risiken inkl. Begründung (Was bleibt offen? Was wurde nicht umgesetzt und warum?), Ressourcenplanung, Abhängigkeiten zu anderen Anforderungen, Datum der Freigabe und Unterschrift des Risikoeigentümers. Der Umsetzungsplan dient als Grundlage für die Fortschrittskontrolle, die Berichterstattung und Audits.